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UPDATE 2022: Wie schütze ich mein Geld vor einem Crash des Euro?

Wie schütze ich mein Geld vor einem Crash des Euro? – Schulden über Schulden. Deutschland und Europa versinken im Schuldensumpf. Und jetzt noch Krieg in der Ukraine, Höchststand bei den Energiepreisen, was die Schulden noch weiter nach oben treibt. Die Inflation ist so hoch wie nie. Hat der Euro überhaupt eine Zukunft? Zerbricht der Euro? Wie schützt man am besten sein Geld vor einem Euro-Crash oder einer starken Abwertung des Euro?

Wie steht es mit der Zukunft des Euro und wie kannst du dein Geld davor schützen?

Inhaltsverzeichnis

  1. Was bedeutet der Begriff Euro Crash?
  2. Vorkehrungen für einen Euro Crash.
  3. Welche Geldanlagen wären am schlimmsten betroffen?
  4. Welche Geldanlagen können einen Euro-Crash überleben?
  5. Wie kann ein Staat seine Schulden abbauen?
  6. Was bedeutet das für deine Geldanlage?

Was bedeutet der Begriff Euro Crash?

Wie schütze ich mein Geld vor einem Crash des Euro? – Der Begriff ‚Euro Crash‘ kann viele Facetten haben und ist seit der Einführung des Euro in vieler Munde. Was wahrscheinlich viele damit meinen, ist, dass der Euro in atemberaubender Geschwindigkeit an Wert verliert, gepaart mit einer Hyperinflation, einer breiten Verarmung der Bevölkerung und einer Pleitewelle europäischer Großbanken und Unternehmen. Wir waren 2008 bereits in einer solchen Situation inklusive Bankenpleiten und Rettung des Geldsystems durch die Druckerpresse der Zentralbanken. Der Euro hat bekanntlich überlebt, selbst in einer so prekären Lage. Die EZB war Retter in letzter Not, denn sie kann sich in eigener Währung verschulden, weit über unsere rationellen Grenzen hinweg.

Vorkehrungen für einen Euro Crash.

Wie schütze ich mein Geld vor einem Crash des Euro? – Kurz vorab: Wir wissen nicht, ob der Euro überlebt oder nicht. Aber man kann jetzt schon Vorkehrungen treffen, falls dieses Ereignis eintreten sollte:

  1. Maximal 2-3 Netto-Monatsgehälter oder Netto-Renten auf dem Konto (Girokonto, Tagesgeld) belassen.
  2. Dringende und sofortige Überprüfung von Zins-Spar-Verträgen wie Bausparverträgen, fondsgebundene und klassische Lebens- und Rentenversicherungen.
  3. Eröffnung eines günstigen Fonds-/ETF-/Aktien-Depots, das außerhalb einer Bankbilanz verwahrt werden muss. Hier mehr
  4. Maximal 5-10% des Vermögens in physischem Gold anlegen.

Welche Geldanlagen sind am schlimmsten betroffen?

Wie schütze ich mein Geld vor einem Crash des Euro? – Im Folgenden sehen wir uns einzelne Sparformen an, und wie diese sich bei einem Crash des Euro verhalten würden. Wir nehmen an, dass ein Euro-Crash einer Währungsreform gleicht. Mit anderen Worten, der Euro ist von heute auf morgen nichts mehr wert. 

Grundsätzlich kann man sagen, wer zu viel Geld in Zins-Papieren hat, wird fast alles verlieren, wenn der Euro zerbricht. Zu diesen Anlageformen zählen: Girokonto, Tages- und Festgeld, Bausparverträge, Lebensversicherungen und Rentenversicherungen. Zusammengefasst also Geldanlagen, mit einem garantierten Zins, wenn überhaupt vorhanden.

  1. Sparbuch/Girokonto: Blicken wir in die Vergangenheit, waren Sparbuchbesitzer die großen Verlierer eines Crashs einer Währung. Sparbuchbesitzer verlieren immer, egal ob bei einer Währungsreform oder in Zeiten hoher Inflation. Bei einer Währungsreform (wie nach dem Zweiten Weltkrieg 1948) verlor diese Sparform über 93,5% unwiederbringlich an Wert. Das heißt, aus 100 Reichsmark wurden 6,50DM. Durch Inflation ist dies ebenso der Fall, nur über einen viel längeren Zeitraum und vor allem schleichend. 
  2. Tagesgeld/Festgeld: Auch diese Sparform ist der große Verlierer der Schuldenorgie der Staaten und deren Konsequenzen. Wer zu viel Geld in dieser Sparform parkt, dem geht es genauso wie den Besitzern von Sparbüchern und er muss mit massiven Verlusten rechnen.  
  3. Bausparvertrag: Auch ein Bausparvertrag ist ein Verlustgeschäft bei einem Euro-Crash. Ein Bausparvertrag ist die teuerste Art, eine Immobilie zu erwerben. Wer heute noch einen solchen besitzt, sollte diesen Vertrag unbedingt überprüfen bevor es zu spät ist. Auch in Zeiten kurzfristig steigender Zinsen ist ein Bausparvertrag ein Verlustgeschäft. Mehr dazu hier
  4. Lebens- und Rentenversicherungen: Besitzer von Lebens- und Rentenversicherungen haben in der Vergangenheit in Zeiten einer Währungsreform immer fast alles verloren. Im Jahr 1948 verlor diese Sparform 90% an Wert. Das heißt, aus 100 Reichsmark wurden 10DM. Der Grund liegt auf der Hand: Versicherungen mit garantiertem Zins investieren kaum in reale Werte. Über 80% des Sparanteils (monatlicher Beitrag abzüglich der hohen Kosten) wird in inflationsgefährdete Staatsanleihen und Bankdarlehen investiert. Dadurch ist der Versicherungskunde einem Euro-Crash voll ausgeliefert, wie die Historie zeigt. Wie die Verbraucherschutz-Organisation „Bund der Versicherten“ seit über einem Jahrzehnt meldet, sind 25% aller deutschen Versicherer in sehr schlechtem Zustand – Tendenz steigend. Wer eine solche Versicherung hat, sollte diese unbedingt überprüfen und handeln. Mehr zum Thema Lebensversicherung und Rentenversicherung.

Welche Geldanlagen können einen Euro-Crash überleben?

Wie schütze ich mein Geld vor einem Crash des Euro? – Wo Schatten, da auch Licht. Natürlich gibt es auch Geldanlagen, welche die Gewinner eines Euro-Crashs wären.

Aktien: Ein sehr breit gestreuter Korb aus Aktien haben Weltkriege, Währungsreformen, Staatspleiten, Finanzcrashs, Pandemien, Hungersnöte, Inflationen und Hyperinflationen seit jeher überstanden, und das wird in Zukunft auch so sein. Der Grund für diese enorme Sicherheit ist einfach:  Gewinne von Firmen entstehen durch Umsatz. Umsatz der Unternehmen resultiert aus dem Konsum von uns allen. So lange wir also Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen ge- und verbrauchen, wird Geld verdient. Ob wir daran glauben oder nicht, spielt dabei nicht die geringste Rolle. 90% aller Güter, die wir alle jeden Tag nutzen, werden von Aktiengesellschaften hergestellt. Mit unserem Konsum erhöhen wir also den Umsatz der Aktiengesellschaften. Daraus entstehen Gewinne und diese werden wieder an die Inhaber der Unternehmen, also die Aktionäre verteilt. Mittel- bis langfristig behalten Aktien also ihren Wert. 

Blicken wir wieder in das Jahr 1948, in die Zeiten der Währungsreform nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Währung wurde von heute auf morgen in eine andere getauscht. Während der Wert von Sparbüchern, Bausparverträgen, Lebens- und Rentenversicherungen über 90% unwiederbringlich vernichtet wurde, wurden Aktien 1:1 in die neue Währung getauscht. Sie waren natürlich heftigsten Schwankungen ausgesetzt, aber wer im Jahr 1948 mit 10.000 Reichsmark in die damals 30 größten deutschen Unternehmen investierte, hatte bereits sechs Jahre später, also 1954, 13.700DM, was einer Rendite von über 5% pro Jahr entsprach. Auch, wenn die Aktien in Krisenzeiten, wie einer Währungsreform, einbrechen können, erholen sie sich immer wieder, weil der Mensch als Konsument dahinter steht. Die Währung mit der bezahlt wird, ist zweitrangig. Dies war bisher in jeder Krise zu beobachten. Mehr zum Thema Aktien/Aktienfonds hier….(Link)

Gold: Gold ist die älteste Währung der Welt und wird auch den nächsten Crash einer Währung überleben. Aber auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt. Denn, in sehr vielen Zeiträumen in der Geschichte wurde mit Gold auch schon sehr viel Geld verloren. Für sehr konservative Anleger ist zu empfehlen, 5-10% des eigenen Vermögens in physischen Edelmetalle zu investieren. Mehr zum Thema Gold als Geldanlage hier

Immobilien: Immobilien können ebenfalls ein Gewinner einer Währungsreform sein, da diese Anlageklasse ebenfalls einen Sachwert darstellt. In historischen Krisen wurden aber auch immer wieder Immobilienbesitzer vom Staat geschröpft. Über Sonderabgaben  (Lastenausgleichsgesetz 2022) auf Immobilienbesitz wegen der hohen Corona-Schulden wird schon jetzt debattiert. Immobilienbesitzer sind mit dieser Anlageklasse immobil und können nicht weglaufen. Daher sind Immobilien ein guter Sachwert, jedoch vom Staat leicht identifizierbar, um zusätzliche Steuern zu erheben. Hier mehr zum Thema Immobilien

Kryptowährungen: Dies ist die jüngste Anlageklasse. Sie wurde von Satoshi Nakamoto im Zuge der enormen Rettungspakete der Notenbanken und Einfluss des Staates auf die Wirtschaft als Gegengewicht ins Leben gerufen. Die damalige Angst der Sparer vor Verlust ihres Bankguthabens war enorm groß. Um diese Abhängigkeit zu reduzieren wurde der Bitcoin geboren. Limitiert, digital und dezentral ohne Zugriff von Dritten. Wie dies sich in Zeiten einer Währungsreform verhalten wird, ist noch offen. Momentan ist der Bitcoin und andere Kryptowerte ein Spekulationsobjekt. Das wird sich im Laufe des Jahrzehnts wandeln. Neue Technologien und Trends brauchen Zeit, bis sie sich in den Köpfen verankern. Sowohl institutionelle (sehr große Investoren wie Banken, Versicherungen, Vermögensverwalter, etc.) als auch kleine, private Anleger erkennen es immer mehr und begreifen diese Anlageklasse als Beimischung und Absicherung gegen unsere konventionellen Währungssysteme. Hier mehr zum Thema Kryptowährungen.

Wie kann ein Staat seine Schulden abbauen?

Wie schütze ich mein Geld vor einem Crash des Euro? – Es gibt verschiedene Wege eines Staates, sich seinen Schulden zu entledigen. In einer dieser beiden Szenarien steckt die Euro-Zone seit vielen Jahren.

  1. Das Geld ist von heute auf morgen nichts mehr wert: Währungsreform. Ein Crash des Euro würde bedeuten, dass über Nacht das Geld massiv an Wert verliert. Dies gleicht einer Währungsreform, wie wir sie schon mehrfach in der jüngeren deutschen Geschichte hatten. Prominenteste Beispiele dieser Art waren 1923 und 1948. Der Euro würde durch eine neue D-Mark, Lira, Franc oder Peso ersetzt werden. Eine Währungsreform passiert meist über das Wochenende und ohne Vorankündigung. 1948 wurden zum Beispiel 100 Reichsmark in 6,50DM getauscht. 93,5% Verlust für die normalen Sparer. 1923 beispielsweise, am Ende der Hyperinflation, betrugen die Staatsschulden in der neuen Währung ‚Mark‘ nur noch ein paar Pfennige. Somit war der Staat komplett entschuldet. Wie eine Währungsreform mit dem Euro aussehen könnte, weiß niemand. Die Auswirkungen wären in jedem Fall mit großen Verwerfungen verbunden. 
  2. Ein Teil der Schulden wird gestrichen: Schuldenschnitt. Staatsschulden bedeutet, der Staat hat Schulden bei anderen Staaten und Banken, Notenbanken oder Privatpersonen. Der Herausgeber der Schulden, also der Staat, kann veranlassen, einen Teil dieser Schulden zu streichen, also zu eliminieren. Ein Teil der Schulden wäre dann einfach weg. Die größten Verlierer eines Schuldenschnitts wären Inhaber von Lebens- und Rentenversicherungen sowie Empfänger von Pensionskassen. Schuldenschnitt bedeutet also, dass ein Teil der Staatsschulden nicht mehr zurückgezahlt werden muss. In der Griechenland-Schuldenkrise von 2012 konnte man für Griechenland einen Schuldenerlass durchboxen. Zu Lasten derjenigen, die Griechenland Geld geliehen haben. Dazu zählten in- und ausländische Banken und auch Inhaber von Lebens- und Rentenversicherungen. Diese bemerken das in einer Reduktion ihrer zukünftigen Auszahlungen. Schon heute liegt diese teilweise unter der dem Betrag, der von den Kunden eingezahlt wurde. Versicherungen müssen laut Gesetz einen Großteil der Gelder der Kunden in Staatsanleihen investieren. Daher werden die Besitzer von Lebens- und Rentenversicherungen auch in Zukunft – und auch im Falle eines Euro-Crashs – die großen Verlierer sein. Jeder der heute noch einen solchen Vertrag besitzt, sollte diesen unbedingt auf den Prüfstand stellen. Hier überprüfen
  3. Niedrige Zinsen, hohe Inflation: Finanzrepression. In diesem Szenario befindet sich Europa seit circa 15 Jahren. Dies ist die mit Abstand eleganteste und schleichendste Form des Staates, sich seiner Schulden zu entledigen. Indem sein Handlanger, die Europäische Zentralbank (EZB), die Leitzinsen nach unten drückt und Banken diesen Minizins für Sparprodukte an Kunden weitergeben. Während die Vermögen der Kunden schrumpfen, reduzieren sich auch die Schulden, allen voran die Staatsschulden. Denn für hohe Inflation kann letztlich kein Politiker zur Verantwortung gezogen werden. Großer Verlierer ist die Mittelschicht, dessen Vermögen auf Garantieprodukten basiert. Zu diesen Produkten gehören unter anderem Pensionszusagen, Versicherungen und Zins-Sparprodukte, wie Sparbuch, Girokonten, Tages- und Festgelder, Bausparverträge, Lebens- und Rentenversicherungen. Deshalb ist Finanzbildung unumgänglich für alle, die nicht ärmer werden wollen.

Was bedeutet das für deine Geldanlage?

Wie schütze ich mein Geld vor einem Crash des Euro? – Wer sein Geld vor einem Crash des Euro schützen möchte, sollte grundsätzlich folgende Regeln für sein langfristig orientiertes Geld beachten:

  1. Geld raus aus dem Geldwert (Sparbuch, Kontovermögen, Bausparverträge, Lebensversicherung, Rentenversicherung), rein in den Sachwert (Aktien, Gold, Immobilien, Kryptowerte, Rohstoffe, Edelmetalle)
  2. Ausschließlich breite Streuung bringt wahre Sicherheit. Das Geld sollte also auf viele unterschiedliche Anlageklassen verteilt werden, da keiner weiß, was die Zukunft wirklich bringt.

Dies klingt auf den ersten Blick einfach, auf den zweiten aber nicht. Denn wirklich breite Streuung in viele unterschiedliche Anlageklassen im richtigen Verhältnis gelingt den wenigsten. 

Einfacher und sicherer fährt man mit einem robusten und hochwertigen Fonds- und ETF-Portfolio. Hier sind alle Anlageklassen im jeweils richtigen Verhältnis enthalten. Das Geld in einem Fonds- und ETF-Depot muss immer im Sondervermögen verwahrt werden. Das heißt, das Geld ist auch im Falle einer Pleite der Depot-Bank geschützt, da es außerhalb der Bankbilanz verwahrt werden muss. Das Geld der Kunden zählt im Falle einer Pleite der Bank oder Fondsgesellschaft nicht zur Konkursmasse der Bank wie bei einem Girokonto. Es sollten daher maximal 2-3 Netto-Monatsgehälter oder Netto-Monatsrenten auf einem Giro- oder Tagesgeldkonto gelagert werden, als Notgroschen. Der Rest sollte rechtlich geschützt im Sondervermögen investiert sein. 

Ein Fonds- und ETF-Portfolio schwankt. Die Schwankung eines solchen kann sich aber jeder selbst aussuchen, denn die Ziele der Depot-Inhaber sind jeweils auch unterschiedlich – Rentner haben andere Ziele als Kleinkinder. Je nach Schwankungsbereitschaft werden mehr oder weniger einer jeweiligen Anlageklasse in das Portfolio gemischt. Das Geld ist tagtäglich verfügbar, das heißt das Portfolio kann jederzeit innerhalb weniger Bankarbeitstage verkauft und auf das hinterlegte Girokonto überwiesen werden. Hier sind auch Girokonten aus dem Ausland möglich. Die Anlagedauer entscheidet hierbei auch über den Erfolg der Anlage. Wer also Angst vor der Zukunft Europas hat, sollte sein Vermögen international streuen, um den europäischen Krisen wenigstens teilweise zu entkommen. Eine monatliche Auszahlung zur Aufstockung der Rente oder des Gehalts ist ebenfalls möglich. Hier Rentenplan errechnen…