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Wie die Inflation Dein Vermögen vernichtet!

30.09.2019 Sandro

Das Oktoberfest in München naht und wir beschäftigen uns zunächst mit der Frage, wieviel kostete die Wiesn-Maß im Jahr 2000? 

Vor weniger als 30 Jahren kostete das Bier auf dem Oktoberfest um die 6,25 €. Nun drängt sich die Frage auf, wieviel kostet in diesem Jahr ein Liter Bier auf dem Oktoberfest?

Der Preisanstieg von 2000 bis 2019 entspricht durchschnittlich 3,4 %  pro Jahr. Die Preisentwicklung bei Tageszeitung, Fahrkarten, Windeln oder sonstigen Gütern des täglichen Bedarfs fällt ähnlich hoch aus. Die offiziellen Verbraucherpreise des statistischen Bundesamtes hingegen lagen im gleichen Zeitraum nur bei +/- 1,5 % pro Jahr.  Hier ein paar Beispiele der tatsächlichen Inflationsrate für Produkte des täglichen Bedarfs: 

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Inflationsrate von 1988 - 2018 
Vergnügungsparks6 %
Kugel Eis7 %
Tageszeitung5,7 %

Wie hoch ist Deine persönliche Inflationsrate? Liegt diese bei mehr als 5 % pro Jahr?

Das Oktoberfest ist prinzipiell ein teures Pflaster. Aber trotzdem gibt es jedes Jahr dieselbe Diskussion über den gefühlt unfairen Anstieg des Bierpreises – obwohl Anstiege der Preise bei den meisten Produkten des täglichen Bedarfs normal sind.

Inflation sieht, hört und riecht man nicht. Aber seien wir Mal ehrlich, es wird doch alles teurer. Im aktuellen Geldsystem scheint dies normal zu sein. Lieder steigen die Löhne nicht im gleichen Verhältnis wie die Inflation. 

Es nachvollziehbar, dass sich viele Menschen die Maß Bier oder das Fahrgeschäft auf dem Oktoberfest nicht leisten können, da die Inflationsrate höher als die Lohnsteigerung. Die Verbraucher müssen immer tiefer ins Portemonnaie greifen für die immer gleiche Leistung. Bei einer Lohnsteigerung von ca. 1 % pro Jahr und einer gleichzeitigen gefühlten  Inflation pro Jahr von mindestens 3 % pro Jahr ist es logisch, dass alles immer teuer wird und am Ende immer weniger im der Tasche bleibt.

Was bedeutet das für Deine Geldanlage?

An der Lohnentwicklung und Inflation in Deutschland können wir wenig ändern. Bei der mittel- bis langfristigen Geldanlage (3 bis 5 Jahr und aufwärts) hingegen schon! Hier ist es (fast) das Wichtigste, mit der Rendite oder der Wertentwicklung Deiner Geldanlagen über der Inflationsrate zu liegen – mit anderen Worten mindestens über 2-3 % pro Jahr. Warum? Bei jedem Produkt, welches Zinsen oder Rendite abwirft, musst Du immer die Inflation abziehen. 

Hier eine aktuelle Statistik aus meinem Buch: Hilfe – wir sparen uns arm! 

Was wird aus 1.000€ bei bestimmten Inflationsraten:

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 2% Inflation3% Inflation4% Inflation
nach 10 Jahren817 €737 €665 €
nach 20 Jahren688 €544 €442 €
nach 30 Jahren545 €401 €294 €
nach 40 Jahren445 €296 €195 €

Die gängigen Sparformen, wie Lebens-/Rentenversicherungen, Sparbuch, Tages-/ Festgeldkonten oder Bausparverträge liegen unter der Inflationsrate – Du machst also jedes Jahr einen satten Verlust mit diesen Sparformen. Es liegt nahe, dass Du eine Rendite zwischen 2 % bis 5 % pro Jahr brauchst um mindestens die Inflation auszugleichen.