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Wo ist mein Geld wirklich sicher?

05.12.2019 Christian

Wie schütze ich mein Geld vor einer Pleite der Banken?

Was passiert mit meinem Geld, wenn eine Pleite der Banken droht, was passiert mit meinem Geld bei einem Crash des Euro? Mit zunehmender Sorge betrachten viele Bürger Ihre Ersparnisse auf der Bank. Das politische Chaos und die Turbulenzen an den Finanzmärkten bringen zunehmende Unsicherheit. Deshalb beschäftigen wir uns heute mit der Frage: Wie bringe ich mein Geld in Sicherheit, wenn Banken in Schieflage geraten?

Herzlich willkommen zur nächsten Ausgabe der Professor Moneys Geld-Tipps. Vorab wollen wir uns bedanken: wir waren überwältigt von den vielen positiven Feedbacks, welche Ihr uns zu unserer letzten Ausgabe geschickt habt. Vielen lieben Dank dafür! Wir wollen täglich besser werden und dank Euch lernen wir jeden Tag dazu. Nur zusammen können wir die Bürger zum Thema Geld, Wirtrschaft und Börse aufklären. In dieser Ausgabe beleuchten wir das Thema Bankenpleite und wie Du Dein Geld davor schützten kannst. Viel Spaß dabei!

Das letzte Beispiel für Bankenpleiten finden wir in Zypern. Zum Ersten Mal seit der Euro-Staatsschuldenkrise wurden zur Rettung angeschlagener zypriotischer Banken wohlhabende Kontobesitzer, aber auch Rentner und Kleinsparer zur Kasse gebeten. Wer zum Beispiel 100.000€ bei der zypriotischen Laiki Bank auf dem Sparbuch, Fest- oder Tagesgeldkonto hatte, verlor alles was über diesen 100.000€ lag. Wer ein Konto bei der Bank of Cyprus besaß, verlor bis zu 60% des Sparguthabens über 100.000€. Bei einem Kontostand von unter 100.000€ kassierte der Staat 6,75% an Abgaben. Wer als Rentner oder Sparer also über die Jahre 10.000€ Guthaben auf dem Sparbuch oder Tagesgeld angehäuft hatte, verlor auf einen Schlag 675€!

Bankenpleite in Zypern

Der Grund hierfür ist ganz einfach: mit Sparbüchern und Tagesgeldkonten ist der Sparer Gläubiger seines eigenen Geldes. Er hat es an die Bank nur verliehen und bekommt dafür einen Zins. Der Kontobesitzer hat also rein rechtlich eine Forderung gegenüber der Bank. Jegliches Geld in Sparprodukten mit garantierten Zins, sind rein rechtlich nicht Dein Geld! Du hast nur Anspruch auf den Dir versprochenen Zins. Juristisch gehört Dir Dein Geld auf der Bank also nicht mehr. Die Bank verspricht Dir nur, dass sie das Geld für Dich aufbewahrt, Dir Zinsen und irgendwann Dir das Geld wieder zurückzahlt.

Viele sind der Meinung, dass Bankeinlagen innerhalb der EU bis zu 100.000 € pro Konto und Bank gesetzlich geschützt sind: Das ist aktuell richtig – hier sollte der Einlagensicherungsfonds greifen. Doch der Gesetzgeber hat sich bereits abgesichert und ein neues Gesetz erlassen …

2010 wurde im deutschen Bundestag das sogenannte „Bail-in Gesetz“ erlassen (zu deutsch: Gläubigerbeteiligung). Im Falle einer Bankenpleite werden erst die Aktionäre und dann die Gläuber der Bank zur Kasse gebeten. Reicht das im Extremfall nicht aus, müssen Spareinlagen der Bankkunden wie Tages- oder Festgelder, sowie Sparbücher für die Pleite herhalten.

Eine Einlage, also beim Einzahlen auf ein Konto, unterscheidet sich grundlegend von einer Verwahrung. Während der Sparer bei einer Verwahrung oftmals eine Gebühr für die Verwahrung von Goldmünzen oder Wertpapieren im Schließfach bezahlt, ändert sich bei der Einlage der Rechtsstatus des Geldes. Mit der Überweisung auf das Tages- oder Festgeldkonto, Bausparvertrag oder Sparbuch wird der Sparer zum Gläubiger der Bank, die mit seinem Geld nun arbeiten darf. Dieses Geld gehört dann rein rechtlich nicht mehr dem Kunden, sondern der Bank. Für den teilweise Verzicht auf die Nutzung des Geldes, erhält der Kunde sozusagen als Entschädigung einen Zins.

Werde Eigentümer Deines eigenen Geldes!

Das Geldvermögen der Deutschen auf Bankkonten hat sich seit der Finanzkrise auf 2,4 Billionen € erhöht. In einer Systemkrise, welche wahrscheinlich den kompletten europäischen Bankensektor erfassen wird, dürfte die Einlagensicherung in jedem EU-Land an ihre Grenzen stoßen. Die Grenze von 100.000 € pro Konto dürfte dann der Vergangenheit angehören und herabgesetzt werden müssen, um die maroden Banken zu retten.

Das bedeutet, bei einer finanziellen Schieflage der Bank oder Bausparkasse besteht für Sparer das Risiko, große Teile ihres Sparvermögens zu verlieren. Dass dieses Szenario nicht sehr weit hergeholt ist zeigen die dramatischen Zahlen deutscher Banken! Bausparkassen dürfen alte, höher verzinste Bausparverträge kündigen, um die Belastung für Bausparkassen zu reduzieren.

Ex-Finanzminister Schäuble sagte damals, Zypern sei eine Blaupause für Europa. Er wollte damit sagen, dass uns das Gleiche passiert, wenn die Schuldenmacherei in der Eurozone so weitergeht. Gegen die massive Überschuldung im Euroraum können wir wenig anrichten. Aber wir können unser Geld in Sicherheit bringen. Das Zauberwort heißt: Sondervermögen!

Geld, dass nicht kurzfristig zur Verfügung stehen muss, ist im Krisenfall im Sondervermögen (Aktien, ETFs, Investmentsfonds) zur Verwahrung bei einer Depotbank viel sicherer aufgehoben, als auf dem Sparbuch. Das Sondervermögen zeichnet sich dadurch aus, dass das Geld nicht in die Inoslvenzmasse der Bank mit einfließt und somit nicht für dessen Schieflage herhalten muss.

Heutzutage ist es unverzichtbar, ein Depot-Konto zu besitzen, um vor existenzbedrohenden Krisen vorbereitet zu sein. Das heißt aber nicht, dass man darf kein Bargeld oder Tagesgeldkonto mehr besitzen soll. 2-3 Monatseinkommen sollte man hier in jedem Fall parken, um Reparaturen oder sonstiges begleichen zu können.

Was bedeutet das für Deine Geldanlage?

Dein Geld auf der Bank gehört rein rechtlich der Bank! Falls irgendeine Bank in Schieflage geraten sollte, können Teile Deines hart erarbeiteten Geldes auf dem Sparbuch, Tages- oder Festgeldkonten oder im Bausparvertrag eingezogen werden.

Belasse Deine Notgroschen auf Bank. Der Rest ist in einem täglich verfügbaren Depotkonto im Sondervermögen bestens aufgehoben. Geld im Fondsdepot ist genauso tagtäglich verfügbar wie auf dem Tagesgeld, aber wirklich geschützt!

Mit meinem Vermögens-Rechner kannst Du selbst herausfinden, was aus einer einmaligen Anlage von z.B. 10.000 € und 100 € monatlich werden kann.

Wir helfen Dir gerne dabei. Schreibe uns einfach an ed#yenom-rosseforp##ofni

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Sandro Fetscher & Christian Schüller