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Was muss passieren, dass ein Fonds oder ETFnicht mehr funktioniert?

Was muss passieren, dass ein Fonds oder ETF nicht mehr funktioniert?

Was muss passieren, das ein Investmentfonds nicht mehr funktioniert?

Susi vor Haustür
Fonds haben alle Krisen überstanden

Das ist Susi. Sie macht sich Sorgen um Ihr Geld. Ständig hört sie von Überschuldung, Börsencrash und Euro-Katastrophe. Sie fragt sich, was müsste passieren, dass unser weltweites Wirtschafts- und Finanzsystem nicht mehr funktioniert und Investmentfonds, ETFS und alle Anlageformen die es gibt, ohne Ausnahme, wertlos würden?  Ist das überhaupt möglich und wenn ja unter welchen Voraussetzungen?

 

 

Professor Money gibt ihr die Antwort:

Rund 90% aller Waren und Güter, die du täglich kaufst und Dienstleistungen, die du in Anspruch nimmst, werden von Aktiengesellschaften zur Verfügung gestellt. Diese Unternehmen machen aus den Umsätzen Gewinne und verdienen damit Geld. Von diesen Gewinnen profitieren die Besitzer dieser Unternehmen, also die Aktionäre. Jetzt gerade in diesem Moment, verdienen die Unternehmen an Dir Geld. Dein Mobilfunk- oder Stromanbieter und der Hersteller Deines Gerätes, mit dem Du diesen Wiki-Beitrag anschaust.
Wenn Du für 2 € eine Zahnpasta kaufst, beinhaltet diese in den meisten Fällen mindestens 1 € Gewinn, der in die Kasse des Unternehmens fließt und das Vermögen der Aktionäre mehrt.

Der Weltmarktführer für Zahnpasta, Colgate-Palmolive (keine Kaufempfehlung), verkauft rund sieben Milliarden. Tuben jährlich. Mit deinem Kauf stellst du auch sicher, dass du auch nächste Woche oder nächsten Monat noch Zahnpasta bekommst. Außerdem werden in Deutschland drei Milliarden Windeln verbraucht, jedes Jahr. Du benutzt jeden Tag ein Deo, vielleicht von Nivea, ein Marke der Beiersdorf Aktiengesellschaft (keine Kaufempfehlung), benutzt Dein Smartphone, nutzt Dein Auto, trinkst Dein Feierabendbier oder gehst ins Fitnessstudio.

Wer spart verliert, wer investiert gewinnt

Freilich geht das ein oder andere Unternehmen pleite, deswegen ist und bleibt eine Firma immer eine Spekulation, wie man am Beispiel Wirecard im Jahr 2020 sehen konnte. Viele Unternehmen, weltweit gestreut, hingegen sind eine Investition.

Konzerne verdienen mit jedem Tausch von Waren und Dienstleistungen an uns Geld. Jeden Tag, jede Minute und jede Sekunde, ob Du das willst oder nicht. Deshalb ist es nicht nur schlau, sondern auch sozial gerecht, dass wir als Konsumenten nicht nur Umsatzbringer für die Unternehmen sind, sondern gleichzeitig auch Profiteure. So lange wir weiterhin konsumieren und unser Nachbar auch, können wir uns entspannt langfristig am Rad der Wirtschaft beteiligen, denn dieses dreht sich immer weiter, auch in Krisen. Und das ganz unabhängig von der Währung mit der wir Güter und Dienstleistungen tauschen.

Deutschland war in den letzten 200 Jahren 7 mal bankrott.

Wir hatten im letzten Jahrhundert zwei Weltkriege mit Millionen von Opfern, Hungersnöte, Pandemien und einem völlig zerstörten Europa. Dennoch hatten die politischen Regime nach Jahren des Leids ihr Ende gefunden und der Wiederaufbau begann. Aus brachialer Zerstörung entstand Schaffenskraft und Wirtschaftswunder. Hyperinflation, Währungsreformen, Öl-, Banken-, Schulden- und Wirtschaftskrisen haben uns heimgesucht. Dennoch ließen wir Menschen uns davon nicht beeindrucken und sind daraus stärker hervorgegangen, als jemals zuvor. Selbst Staatsbankrotte führen nicht zum Untergang der Menschheit. Wenn man lange in die Vergangenheit blickt, wird dies umso deutlicher.

Zugegeben, wenn 100.000 Atombomben auf die Erde abgeworfen werden, dann stehen wir im apokalyptischen Endstadium. Es gibt also reichlich Argumente, warum der endgültige wirtschaftliche Untergang vor der Tür steht. Wenn man diese näher betrachtet, sind sie allerdings nicht wirklich tragfähig.

Was muss passieren, dass ein Fonds nicht mehr funktionieren?

Schönheit vergeht, finanzielle Intelligenz bleibt

Wenn zeitgleich und dauerhaft keiner mehr auf der ganzen Welt konsumiert! Erst dann ist unsere Wirtschaft, unser Wohlstand, unsere Demokratie und letztlich der Frieden am Ende. Mal angenommen, die ganze Menschheit verzichtet sofort permanent auf ein warmes Bett, Nahrung, Wasser, Kommunikation und Mobilität. Wir reisen nicht mehr mit dem Auto, der Bahn, dem Schiff und dem Flugzeug. Das Internet ist abgeschalten, das Telefonieren mit Freunden, das Wohnen in Immobilien, die Körperpflege, Lebensmittel aus dem Supermarkt sowieso. Auch der Gang zum Arzt, Bäcker oder Discounter ist hinfällig. Es gibt kein Zahlungsmittel mehr, denn es gibt nichts mehr, was wir davon kaufen könnten. Alle Unternehmen, die Waren und Dienstleistungen unseres täglichen Gebrauchs herstellen sind auf einen Schlag pleite und somit deren Aktien wertlos. Einhergehend sind auch Gold, Kryptowährungen, Immobilien und andere Sachwerte nichts mehr wert. Sparbücher, Tages – Festgelder, Bausparverträge, Lebens- und Rentenversicherungen sowieso. Ein Schritt zurück in das Neandertal.

Nur, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses düstere Szenario eintritt? Die Tendenz geht gegen Null. Egal was in der Zukunft passiert, ob Währungen kommen oder gehen. Der Konsum bleibt und damit ist Dein Geld, bei entsprechender Streuung, gesichert. Und falls wirklich der Euro die nächste Krise nicht überleben sollte, ist Dein Geld im Sondervermögen sowieso geschützt.

Die Menschheit und das Wirtschaftsrad bleiben nicht stehen. Wir entwickeln uns stets weiter, da wir unseren Wohlstand und damit unsere Lebensqualität erhöhen wollen und einen Schöpferdrang in uns tragen. Derzeit wächst die globale Bevölkerung um 82 Millionen Menschen jedes Jahr. Es kommt also jedes Jahr die Bevölkerung der Bundesrepublik hinzu. Diese Menschen wollen wohnen, essen, unterhalten werden und dergleichen mehr. Aus diesem Bevölkerungswachstum entsteht Wirtschaftswachstum, dass sich wiederum im Gewinnwachstum der Unternehmen widerspiegelt. Vor was sollten wir uns also fürchten? Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Weltwirtschaft weiterentwickelt, ist um ein vielfaches höher, als dass sie untergeht.

Was ist ein Investmentfonds? Immer wieder hören wir von der Geldanlage in Fonds. Es gibt Menschen in unserem Umfeld, die das seit längerem erfolgreich praktizieren. Doch das sind nach Meinung vieler Menschen, die die sich mit Geld- und Bankgeschäften bereits länger auseinandersetzen, die sich schlau machen, die vielleicht auch neugierig sind. Dies ist jedoch ein Trugschluss, denn die Geldanlage in Investmentfonds ist einfacher als viele denken.

Was ist ein Investmentfonds?

Was muss passieren, dass ein Fonds nicht mehr funktioniert? Was ist überhaupt ein Investmentfonds? Eine Gruppe von Anlegern, zusammen mit großen Investoren, wie beispielsweise Versicherungen oder Pensionskassen, investieren entweder monatlich oder einmalig Geld in einen gemeinsamen Topf, den Fonds. Der Fonds ist eine eigenständige Kapital-Anlage-Gesellschaft, auch KAG genannt. Die Fondsgesellschaft beauftragt einen Fondsmanager, dieses Geld sicher und rentabel zu verwalten. Seine Aufgabe ist es, das Geld geschickt zu investieren. Hierzu hat er meist ein Team, das ihn bei der Recherche nach guten Anlagen unterstützt. Es gibt diverse Anlageklassen, in die er investieren kann. In welche er investieren darf, hängt vom Fondstyp und der Anlagestrategie ab.

Durch die Gemeinschaft der Fondsinvestoren steht mehr Kapital zur Verfügung. Damit können größere oder andere Investitionen getätigt werden, die in Summe für die Anleger günstiger zu haben sind. Die Gewinne aus diesen Investitionen werden fair geteilt: Jeder bekommt das Gleiche im Verhältnis zu seiner Einlage. Somit ist der Kleinanleger gleichgestellt mit den großen Geldgebern.

Jeder offene Investmentfonds wird europaweit von den Aufsichtsbehörden geprüft. Fondsmanager setzen sich selbst klare Spielregeln für jeden Fonds. Diese können z.B. sein, maximal 20% Aktienquote im Fonds zu haben oder ein Mindestmaß an Tagesgeld-Reserven zu halten. Diese Regeln sind im Verkaufsprospekt aufgeführt und werden rigoros durch die BaFin kontrolliert.

Die Erträge von Investmentfonds können entweder dem Anleger auf das Konto überwiesen werden (ausschüttend) oder die Erträge können für den Anleger wieder in den Fonds investiert werden (thesaurierend).

Wenn man natürlich viel Geld, Zeit und Erfahrung hat, kann man auch selbst mittels Direktinvestments in der jeweiligen Anlageklasse Geld verdienen. Man spart die Management-Kosten und muss die Gewinne nicht teilen. Die Risiken sind aber auch bedeutend höher.

Was ist der Unterschied zwischen einem offenen und einem geschlossenen Fonds?

Professor Money Daumen nach unten
Finger weg von geschlossenen Fonds.

Was muss passieren, dass ein Investmentfonds nicht mehr funktioniert? Die meisten offenen Investmentfonds sind offene Investmentvermögen nach der OGAW-Richtlinie (Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren). Das heißt, dass Anleger jederzeit Geld ein oder auch wieder auszahlen lassen können.

Bei den meisten geschlossenen Fonds (AIF=Alternative Investment-Fonds) hingegen ist das Ein-und Auszahlen des eigenen Vermögens nicht jederzeit möglich. Darin wird einmalig ein Betrag eingezahlt und nach einer vorher festgelegten Laufzeit bekommt der Anleger sein Geld zurück. In der Zwischenzeit bekommt er – meist sehr hohe -Zinsen ausbezahlt, damit ein Anreiz geschaffen wird überhaupt in geschlossene Fonds zu investieren. Geschlossene Fonds sind mit höchster Vorsicht zu genießen und sind für den Privatinvestor eher nicht zu empfehlen. Das Geld landet in Containern, Schiffen, Windparks oder anderen Wertanlagen – oftmals mit einem bösem Ende für die Anleger.

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